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30.06.2014

Die wichtigsten Fakten zur F-Gase Verordnung und Dichtigkeitsprüfung!

Leider erleben wir fast täglich in unserem Alltag, dass beim Thema F-Gase Verordnung und Dichtigkeitsprüfung an Kälteanlagen, leider immer noch entweder große Unsicherheit oder gar völlige Unkenntnis über die Betreiberpflichten für die eigenen Anlagen vorherrscht.

Wir haben daher hier die wichtigsten Fakten noch einmal übersichtlich zusammengefasst:

Seit dem 4. Juli 2007 müssen Betreiber an ihren Kälteanlagen gemäß der F-Gase Verordnung (EG) Nr. 842/2006 regelmäßig Wartungen,- und Dichtigkeitsprüfungen durchführen lassen. Diese Pflicht ergibt sich aus der am 14.06.2006 im EU-Amtsblatt veröffentlichen Verordnung über fluorierte Treibhausgase.

Hierbei ist zu beachten:

• Betreiber sorgen dafür, dass die Arbeiten nur von Betrieben, welche über die entsprechende Betriebszertifizierung,- und darüber hinaus von Zertifizierten Fachpersonal durchgeführt werden.
• ab 3 kg fluorierte Treibhausgase wird einmal jährlich kontrolliert
• ab 30 kg fluorierte Treibhausgase wird mindestens alle 6 Monate kontrolliert
• ab 300 kg fluorierte Treibhausgase wird mindestens alle 3 Monate kontrolliert
• ab 300 kg fluorierte Treibhausgase muss ein Leckage-Erkennungssystem installiert werden, dieses wird mindestens alle 12 Monate kontrolliert um einwandfreie Funktion sicherzustellen

Gemäß der Verordnung (EG) Nr. 842/2006 Artikel 3/Absatz 6 ist vom Betreiber von Kälteanlagen, die mehr als 3 kg oder mehr fluorierte Treibhausgase enthalten, ein Logbuch für diese Anlagen zu führen.

Dieses Prüfbuch muss folgende Angaben enthalten:

• Anlagedaten Betreiber/Hersteller
• Dichtheitsprüfungen
• Reparatur- und Wartungsberichte
• Spezifischer Kältemittelverlust / Leckagerate
• Kältemittelbericht
• Kältemaschinenöl
• Angaben zum Ausführenden Betrieb und Fachpersonal

Dieses Logbuch ist, auch nach Stilllegung der jeweiligen Anlage, mind. 5 Jahre aufzubewahren und den zuständigen Behörden und Kommissionen auf Verlangen vorzuzeigen.

Verstöße gegen diese Betreiberpflichten können als Ordnungswidrigkeiten nach dem Chemikaliengesetz mit Geldbußen in Höhe von bis zu 50.000 EUR geahndet werden.



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